Rund 300 Menschen mit Beeinträchtigung schließen jedes Jahr erfolgreich den Berufsbildungsbereich in einer der 16 Berliner Werkstätten für behinderte Menschen ab. Ein bedeutender Meilenstein, der nicht nur individuelle Erfolge markiert, sondern auch die Vielfalt und das Potenzial der Teilnehmenden unterstreicht.
Ein Tag der Würdigung und des Austauschs
Im Rahmen der „Aktion Schichtwechsel“ veranstaltete die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Berlin am 15.06.2026 im Roten Rathaus den Empowerment-Tag für die Absolventinnen und Absolventen des Berufsbildungsbereichs.
Individuelle Entwicklungsmöglichkeiten entdecken
Im Mittelpunkt stand der Peergroup-Erfahrungstransfer, in denen die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, sich über ihre individuellen beruflichen Perspektiven auszutauschen. Diese Form des Austauschs unter Gleichgesinnten fördert nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern zeigt auch die vielfältigen Wege auf, die nach dem Berufsbildungsbereich möglich sind.
Zentrale Ziele
Im Mittelpunkt des Tages standen drei zentrale Ziele:
- Den Absolvent*innen in persönlichem Peergroup-Erfahrungstransfer die vielfältigen individuellen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten im Anschluss an den Berufsbildungsbereich aufzuzeigen.
- Die Absolvent*innen aktiv in den politischen Diskurs einzubinden.
- Die Leistung der Absolvent*innen feierlich zu würdigen.
Ein buntes Bühnenprogramm
Das Programm auf der Bühne bot Abwechslung und Inspiration:
- Musikalische Unterhaltung durch die Mundharmonikagruppe „Die Unfassbaren“ aus dem Beschäftigungs- und Förderbereich und den „Lwerk-Chor“, die mit ihren Auftritten für Stimmung sorgten.
- Um dem Thema Empowerment der Werkstattbeschäftigten im politischen Diskurs einen zentralen Platz anzubieten, wurde im Vorfeld der Veranstaltung unter den Teilnehmenden des Berufsbildungsbereiches eine niedrigschwellige Umfrage in leichter Sprache durchgeführt. Die zentralen Ergebnisse und Forderungen aus der Umfrage wurden durch die Vorstände der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte, der gewählten Selbstvertretung der Werkstattbeschäftigten, in einem politischen Podium mit den Vertreter*innen der Politik, der Senatsverwaltung, Agentur für Arbeit sowie des Vorstandes der LAG WfbM Berlin diskutiert.
Prominente Begleitung
Besonders freut uns die erneute Unterstützung des Empowerment-Tages durch die Vorstände der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte, die Senatorin für Arbeit und Soziales sowie die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Berlin-Brandenburg und die Vorstände der LAG WfbM Berlin.
Ihr Engagement zeigt, wie wichtig die Förderung und Anerkennung von Menschen mit Beeinträchtigung in der Arbeitswelt ist.
Der Empowerment-Tag im Roten Rathaus war ein gelungener Tag der Würdigung, des Austauschs und der Inspiration. Er bot den Absolventinnen und Absolventen nicht nur eine Plattform, um ihre Erfolge zu feiern, sondern auch die Möglichkeit, sich über ihre Zukunftsperspektiven auszutauschen. Ein Tag, der die Stärke und das Potenzial der Teilnehmenden in den Mittelpunkt stellte – und gleichzeitig die gesellschaftliche Bedeutung von Inklusion und Teilhabe betonte.






